Die Rolls-Royce Story in Modellen – Teil 7

25/30 H.P. 1936 – 1938

Der 25/30 H.P. war eine stärkere Version des 20/25 H.P. und mit seinem 4.257 ccm 6-Zylinder-Reihen- motor für schwerere Aufbauten geeignet. In England wurden die meisten Karosserien komplett aus Aluminium in Verbindung mit Holz gefertigt.

Gebaut wurden 1.201 Chassis

Der Blick ins Detail – Rolls-Royce 25/30 H.P.

Der „kleine“ Rolls-Royce wird erwachsen, so könnte man die Entwicklung des 25/30 H.P. umschreiben. Wie beim Vorgängermodell schon erwähnt, setzen manche der Kunden auf Pullmann-Limousinen-Aufbauten und waren dann mit der Motorleistung nur mehr begrenzt zufrieden. Als wurde der Nachfolder des 20/25 H.P. mit einem größeren Motor und höher Leistung ausgestattet. So ließen sich nun auch auf dem kleinen Rolls-Royce schwere Aufbauten montieren.

Reihensechszylinder

Der obengesteuerte Reihensechszylindermotor ähnelte zwar dem des Vorgängers 20/25 H.P. in mancher Hinsicht. Der Motor besaß aber einen größeren Hubraum von 4257 cm³ gegenüber den 3,7 Litern des Vorgängermodells. Die Verdichtung betrug 6,0 : 1. Ein einzelner Strombergvergaser ersetzte den Vergaser von Rolls-Royce und es gab keine Magnetzündung mehr. Stattdessen wurde eine zusätzliche Zündspule als Ersatz eingebaut. Das Vierganggetriebe wurde mit dem Motor verblockt, der Schalthebel lag traditionell auf der rechten Seite des Fahrers. Dritter und vierter Gang waren wie schon beim 20/25 H.P. synchronisiert. Der Motor des 25/30 H.P. wurde in abgewandelter Form für den Bentley 4 ¼ Litre verwendet.

Fahrwerk

Das Fahrwerk mit separatem Rahmen hatte Starrachsen vorne und hinten. Alle vier Räder waren mit Trommelbremsen versehen, die über einen mechanischen Bremskraftverstärker – nach Lizenz von Hispano-Suiza – betätigt wurden. Die Handbremse wirkte auf separate Trommeln an der Hinterachse. Der bekannte Rolls-Royce-Kühler mit dreieckigem Aufsatz besaß vertikale Lamellen, die zur Steuerung der Motorkühlung durch einen Thermostaten verstellt wurden.

Darum ist jeder Rolls-Royce der Vorkriegszeit ein Einzelstück

Nur Fahrwerk und Mechanik wurden von Rolls-Royce gefertigt. Die Karosserien wurden von Stellmachern oder Kutschschenbauern nach Wahl des Käufers gebaut und aufgesetzt. Einige der bekanntesten Karosseriebauer für Rolls-Royce-Fahrgestelle waren Park Ward, Thrupp & Maberly, Mulliner und Hooper. Damit ist jeder Rolls-Royce aus dieser Zeit quasi ein Unikat. Erst nach dem 2. Weltkrieg begann Rolls-Royce im Zuge einer modernen Automobilproduktion mit der eigenen Herstellung der Aufbauten.

Rolls-Royce 25/30 H.P. als Filmpartner

Der Rolls-Royce 25/30 H.P. war auch als fahrende Filmkulisse sehr beliebt und taucht in Filmen auf, wie z. B. „Die nackte Wahrheit „(1957), „Tod auf dem Nil“ (1978) und „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ (1967 bis 1976) auf.

Hier die Legende aus dem großen „Bruder“ des 25/30: der 8 Liter Rolls-Royce Motor steht für Kraft und Zuverlässigkeit

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